Das ist Alfa bei minus 15°C, Nachts waren es unter minus 20°C. Robuste Pferde mit dickem Winterfell übestehen die Temperaturen in Freilandhaltung gut, vorausgesetzt sie haben immer etwas zu fressen und Windschutz. Wir füttern mehrmals täglich Heu und Stroh, ansonsten steht noch überständiges Gras auf der Wiese, auch Moos kratzen sie sich unterm Schnee hervor.
warme Bilder bei eisigem Frost
Mitgliederversammlung
Am 25.01.12 fand unsere Mitgliederversammlung statt. Wir legten Rechenschaft über unsere pädagogische und therapeutische Arbeit und die vielen Dinge drumherum im letzten Jahr ab, legten unseren von einem unabhängigen Rechnungsprüfer geprüften Finanzbericht vor, besprachen unsere Zukunftspläne und nahmen drei neue Mitglieder auf
. Vielen Dank liebe Susanne fürs Protokoll schreiben, wir senden es noch allen Mitgliedern zu.
Jacobskreuzkraut
Erfahrungsbericht zum Jacobskreuzkraut
Das Jacobskreuzkraut enthält die hochgiftigen Pyrrolizidinalkaloide (PA), die sich in der Leber anreichern und ab einer gewissen Menge zum Tod führen. Pferde sind empfindlicher als Rinder. Sie ist in der Schweiz anzeigepflichtig, da sie u.U. auch humangefährdend ist. Leider bleibt das Gift auch in Heu und Silage erhalten.
Wir sind 2009 zum ersten Mal auf die Pflanze aufmerksam geworden und haben damals ca. 15 kg möglichst mit Wurzel aus dem Boden gezogen, was nicht immer gelang. Ausgraben wäre die sicherere Variante, doch vom Arbeitsumfang fast nicht machbar. Herbizide dürfen auf naturschutzrelevanten Flächen nicht zum Einsatz kommen. 2010 war es ein Vielfaches und 2011 war es nicht weniger, vor allem im Spätsommer sieht man dann den Umfang der Ausbreitung. Bei unseren fast täglichen Kontrollen standen immer wieder neue Pflanzen in Blüte. JKK bevorzugt kalkreiche, nährstoffarme Böden und va. Flächen die nicht regelmäßig gemäht werden. Unsere Fläche wird ganzjährig extensiv mit Rindern und Pferden beweidet, Nachmahd erfolgt nur in Form von Entbuschung, da sonst alles was im Sommer stehen bleibt im Herbst und Winter gefressen wird.
JKK wächst neben Johanniskraut und Rainfarn, die ihr auf Entfernung beide ähneln. Also muss man schon wirklich mit einem genauem Blick über seine Flächen gehen .
Wir haben bemerkt, dass immer mal eine Pflanze verbissen wurde – wissen nun nicht genau ob von den Rindern oder Pferden. Das kann aus Neugier sein und ich hoffe dass die Tiere einen gesunden Instinkt haben. Dieser schützt die Tiere allerdings auch nur so lange, wie genug Futter auf der Fläche steht. Wird es knapp und müssen die Tiere auf Pflanzen zurückgreifen die sie sonst stehen lassen würden, werden sie auch das Jacobskreuzkraut fressen.
Mittlerweile sehen wir an vielen Orten JKK stehen, manchmal ziehen wir es gleich aus, was uns natürlich nicht in Größenordnungen möglich ist.
Es ist wichtig, dass die Pflanze auch in Deutschland anzeigepflichtig wird und alle Heuproduzenten angehalten werden ihre Flächen zu prüfen – denn im Heu und in der Silage ist es für die Tiere nicht mehr als giftig zu erkennen. Ich denke alle Betroffenen sollten Augen und Ohren offen halten, die TLL in Jena (für Thüringen) sowie das zuständige LWA und befreundete Tierhalter informieren, damit die Verbreitung flächendeckend eingedämmt werden kann.
nähere Infos unter www.jacobskreuzkraut.de
Evelyn Franke
aktualisiert Januar 2012
Nach und Nach
Nach und nach werden wir die Seiten vervollständigen, seid bitte nachsichtig mit uns, da wir dafür erst nach Feierabend oder an den Wochenenden Zeit haben und diese Arbeit Neuland für uns ist.
