Aus der Presse

MDR-Beitrag

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November 2016

Camsin e. V. erhält eine Auszeichnung mit dem „Social Horse Award“

Unser Verein wurde von der Firma Kristallkraft mit dem Social Horse Award ausgezeichnet.Die Firma ehrt damit unser soziales Engagement mit Mensch und Tier und besonders den artgerechten Umgang mit den Tieren.“Sie leisten eine wunderbare und wichtige Arbeit mit Ihrem Verein, das möchten wir gern würdigen“, so Familie Nitsche von Kristallkraft. Anläßlich des 10-jährigen Bestehens der Firma wurde im vorigen Jahr dieser Preis ausgelobt und monatlich ein anderer gemeinnütziger Verein ausgezeichnet und mit einer schönen Trophäe, 1000,- Euro Preisgeld und einem Stallschild bedacht. Im November 2016 waren wir die Preisträger und haben jetzt die Anerkennungen erhalten. Darüber freuen wir uns sehr.

10.07.15 TLZ

Der Weimarer Verein Camsin e.V. bietet psychisch Belasteten Raum, um zur Ruhe zu kommen. Dezeit ist eine schamanisch tätige Tierkommunikatorin zu Gast.

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Im schamanischen Zustand: Evelyn Franke (links) und Ute Fechter. Foto: Peter Michaelis

Weimar. Dumpfe Trommelschläge dringen aus dem großen Zelt nach draußen. Es ist eine Jurte, die traditionelle Behausung der Nomaden in der Mongolei und Kasachstan. Diese hier steht jedoch nicht in Zentralasien, sondern in einem parkähnlichen Gelände nördlich von Weimar. Es ist das Areal des gemeinnützigen Vereins „Camsin“, der nicht nur psychisch Kranken heilsame Begegnungen in der Natur mit Tieren und anderen Menschen anbietet.

Im Inneren der Jurte legt Ute Fechter die flache Trommel beiseite. Die Österreicherin ist für mehrere Tage zu Besuch bei „Camsin“, um ein Seminar zum Thema „Tierkommunikation“ abzuhalten. Fechter erzählt eine Geschichte, um einen Einblick in ihre Arbeit zu geben:

Es ist der „krasse Fall“ einer jungen Frau aus Erfurt, die Probleme mit ihrem Wallach hatte. Das Pferd sah jedes Mal Rot, wenn sich ihm Männer näherten – weshalb es sogar erschossen werden sollte. Also hat Ute Fechter, die „schamanisch tätige Tierkommunikatorin“, mit dem Pferd gesprochen. Sie fragte, „warum tust du das?“ Daraufhin schaute das Tier die junge Frau an, und es kam heraus, dass das Pferd meinte, die Frau vor Männern beschützen zu müssen, und zwar, weil sie das angeblich so gewollt habe. Doch das stimmte nicht. Zwar hatte die Erfurterin in jungen Jahren Böses mit einem Mann erlebt. Doch sie wollte nicht, dass ihr Wallach diese Last schultern muss. Also sprach Ute Fechter ein weiteres Mal mit dem Tier. Sie gab ihm zu verstehen, dass sich die Frau selbst schützen kann. Das solle es akzeptieren, sonst würde es zu Wurst verarbeitet. Resultat: Das Pferd war behandelt, der Ballast von ihm abgefallen.

Es riecht nach Räucherstäbchen im Zelt, während Ute Fechter die Geschichte erzählt. In der Mitte des Holzfußbodens steht ein flacher Altar mit kleinen Tierfiguren. Ringsherum liegen bunte Läufer und Kissen zum Sitzen, an der Decke hängt ein Traumfänger mit Vogelfedern. Fechter ist nicht nur Tierkommunikatorin, sondern auch Autorin, Dozentin und Leiterin der Schamanenschule Rumicha in der Nähe von Kitzbühel. „Ich habe von Schamanen aus der ganzen Welt gelernt“, sagt sie: aus Peru, Sibirien, der Mongolei, Nordamerika oder Norwegen. In ihrem Seminar in Weimar vermittelt sie Methoden nach Art der Naturvölker, um zu lernen, mit Tieren zu „sprechen“, sie zu verstehen, ihnen Botschaften zu vermitteln, Kompromisse zu finden und friedlich miteinander zu leben. Doch nicht nur mit Tieren, auch mit Pflanzen könne kommuniziert werden, sagt Fechter. „Diese nonverbale Verständigung kann auch die Kommunikation mit autistischen und dementen Menschen erleichtern.“

Ein Großteil des Alltags des Weimarer „Camsin“ Vereins findet freilich außerhalb der Jurte statt. Evelyn Franke, die von Anfang an dabei ist, steht inmitten eines weitläufigen Geländes, auf dem früher Russenkasernen standen. Davon ist heute nichts mehr zu sehen. Es ist ein ruhiges Fleckchen Erde, bestehend aus großen Wiesen und vielen Bäumen, Hochbeeten und einem Tipi. „Es ist ein geschützter Raum, um zur Ruhe zu kommen“, sagt Franke. Das gelte nicht nur für psychisch kranke Erwachsene, „die dem wachsenden Leistungsdruck nicht mehr standhalten können“, sondern auch für belastete Kinder und Jugendliche. „Jeder, der in der Natur und mit Tieren gesunden möchte, ist uns willkommen.“ Daneben wird die grüne Idylle regelmäßig von Kindergarten und Schulkindern besucht.

Foto: Peter Michaelis

Foto: Peter Michaelis

Von amtlichen „Therapien“ will Franke nicht sprechen, weil die Interventionen von „Camsin“ nicht von der Krankenkasse bezahlt werden. Meist handele es sich um Wiedereingliederungshilfen, die vom Sozialamt bezahlt würden. Dabei könne das Motto „alles kann, nichts muss“ über Allem stehen. Die Gäste könnten die Tiere versorgen oder im Gelände arbeiten, müssten das aber nicht. Manche wollen vielleicht nur mit einem Tier kuscheln – ob nun mit einem der Pferde oder Ziegen, mit einem Häschen oder Meerschweinchen. „Manche Menschen brauchen so einen Anreiz, um aus den eigenen vier Wänden herauszukommen“, sagt die Expertin für therapeutisch-pädagogisch angeleitete Mensch-Tier-Begegnung.

Seit fünf Jahren ist der gemeinnützige Verein nun schon auf dem Gelände an der Marienhöhe ansässig. Die Mitglieder arbeiten daran, es auch langfristig zu halten. Gleichzeitig geht es ihnen um finanzielle Sicherheit, um die Arbeitskräfte langfristig behalten zu können. Und nicht zuletzt suchen sie nach weiteren Spendern und Tierpaten. Neben Privatleuten haben bereits eine bekannte Schokoladen-Manufaktur und ein Feinkost-Bistro aus Erfurt eine Patenschaft übernommen: für die Ziegen „Lilly“ und „Edda“.

„Unser langfristiges Ziel ist es, das Gelände für noch mehr Menschen zu öffnen“, sagt Franke.

Matthias Benkenstein


13.01.2014 – Thüringer-Allgemeine

„Knut Baumweitwurf-Meisterschaft“ in Erfurt und S,pendensegen für „FamilienSinn“

Sieger waren sie irgendwie alle. Auch wenn es beim Weihnachtsbaumweitwurf am Sonnabend auf dem Parkplatz vor dem Einrichtungshaus Ikea hoch über Erfurt auf den ersten Blick nur um Weiten und Freude an der Bewegung ging, so hatten an diesem
Nachmittag auch jene zu lachen, die nicht das Tannengrün durch die Luft schleuderten.

Engagiertes Trio: Andreas Bausewein, Heike Taubert und Gerald Grusser (von links) verkaufen Glühwein für einen guten Zweck. Foto: Maik Ehrlich

Engagiertes Trio: Andreas Bausewein,
Heike Taubert und Gerald Grusser (von links) verkaufen Glühwein für einen guten Zweck. Foto: Maik Ehrlich

Erfurt. Im Anschluss an die „Knut Baumweitwurf-Meisterschafl“ überreichte die Ikea Niederlassung Erfurt einen Scheck an die Stiftung „FamilienSinn“, 3000 Euro kamen über den VVeihnachtsbaumverkauf zustande, bei dem das schwedische Einrichtungshaus pro

verkauftem Baum drei Euro spendete , Der Betrag wurde noch einmal um 181 Euro erhöht- der Erlös des Glühweinverkaufs mit prominenter Unterstützung am Sonnabend: Denn nachdem Erfurts Oberbürgermeister Andreas Bauseweln und der Schwedische
Honorarkonsul Gerald Grusser sich im Baumweitwurf geübt hatten und jeweils mit VVeiten von fast acht Metern glänzten, verkauften sie die wärmenden Getränke.

Unterstützung erfuhren sie hierbei von Heike Taubert , „VVenn schon die Stiftung „FamilienSinn“ eine Spende bekommt, dann möchte ich wenigstens auch einen kleinen Beitrag leisten“, sagte Helke Taubert , Vorsitzende des Stiftungsrates und ganz nebenbei Thüringens Ministerin für Soziales, Familie und Gesundheit.

Kraftlvoll: Stefanie Eckardt aus Erfurt versucht sich im \lVeihnachtsbaumweitwurf, Die Tannte fiegt knapp vier Meter, Auch wenn es nicht zu einer Medaille reichte, Spaß machte es trotzdem. Fotos (2): Maik Ehrlich

Kraftlvoll: Stefanie Eckardt aus Erfurt
versucht sich im
Weihnachtsbaum-weitwurf, Die Tannte fiegt knapp vier Meter, Auch wenn es nicht zu einer Medaille reichte, Spaß
machte es trotzdem. Fotos (2): Maik Ehrlich

„Die Spende kommt dem gemeinnützigen Verein Camsin zu Gute“, sagte Stiftungskuratorin Rosemarie Schmack-Siebenlist-Hinkel. Der eingetragene Verein bietet Kindern und Erwachsenen an den Standorten Weimar und Vieselbach tier- und naturgestützte Therapien
und Programme an. Konkret wird das Geld für Therapien für autistische Kinder verwendet.

Über 300 Euro, ebenfalls von Ikea gesponsert, freute sich die Astrid-Lindgren-Grundschule Erfurt. Den Scheck nahmen die Lehrerinnen Sonja Steiger und Annemarie Ender entgegen.
Über 250 Besucher des Einrichtungshauses maßen am Sonnabend ihre Kräfte beim Weihnachtsbaumweitwurf. In den vier verschiedenen Wettkampfklassen konnte nur Tobias Langer mit einer Weite von 7,40 Meter bei den Jugendlichen einen Erfurter Sieg einfahren.
Bemerkenswert: Bei den Männern siegte Dominic Kühnold bereits zum dritten Mal in Folge.

Diesmal wuchtete der Arnstädter die Tanne auf 12,10 Meter. Das ist noch gar nichts: Seine Bestweite liegt bei 15,30 Metern. Für solch Höchstleistungen braucht es eine gute Fitness und eine ausgefeilte Technik, so der Kickboxer, Den richtigen Dreh verriet der junge Mann aber nicht, will er doch nächstes Jahr auch wieder gewinnen.

27.09.2013 – Festveranstaltung mit Überraschungen – 3 Thüringer Projekte
ausgezeichnet

Festveranstaltung mit Überraschungen

 Erfurt 27/09/13 Im Rahmen der Festveranstaltung zum Kinder- und Jugendpreis Thüringen wurden gleich mehrere Thüringer Projekte ausgezeichnet. Unter dem Motto  „Gesundheit beflügelt“ haben die PARITÄTISCHE BuntStiftung und die Sparkassen-Finanzgruppe Hessen-Thüringen unter der Schirmherrschaft der Ministerpräsidentin des Freistaates Thüringen, Christine Lieberknecht, Angebote und Projekte gesucht, die die gesunde Ernährung und Bewegung von Kindern und Jugendlichen fördern. Über 60 Vereine, Organisationen und Initiativen aus Thüringen haben sich beworben.
Im Rahmen des Festaktes betonten die Initiatoren immer wieder wie wichtig es sei, Kinder und Jugendliche durch Bewegung und Sport sowie durch eine gesunde  Ernährung in ihrer Entwicklung zu fördern.  „Gerade im Kinder- und Jugendalter entwickeln sich entscheidende motorische und geistige Fähigkeiten. Wenn Kinder bereits frühzeitig ihre Lust am Bewegen und den Spaß an einer gesunden Ernährung verlieren, hat das nicht nur Folgen für die körperliche Entwicklung, auch das Selbstvertrauen und das Lernvermögen der Kinder leide darunter“, betonte Evemarie Schnepel, der Präsidentin PARITÄTISCHEN BuntStiftung in ihrer Laudatio. Etwa  jedes sechste Kind in Deutschland ist bereits übergewichtig. Bundesweite Studien belegen, dass es insbesondere Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten Familien sind, die gerade in diesem Bereich Unterstützung brauchen. „Unser gemeinsames Ziel sind gesunde, glückliche und selbstbewusste Kinder. Projekte und Angebote, die Kinder und Jugendlichen in ihrer gesundheitlichen Entwicklung fördern, wollten wir mit dem diesjährigen Kinder- und  Jugendpreis unterstützen“, so Thomas Wagner, Verbandsgeschäftsführer der Sparkassen-Finanzgruppe Hessen-Thüringen. Aus Sicht des Verbandsgeschäftsführers hätten alle Projekte den Preis verdient. Am Ende haben sich 3 Projekte durchgesetzt.

Je 5.000 Euro für ihr Engagement erhielten der Kreissportjugend im KSB Sonneberg e. V. mit dem Projekt „Offene Turnhalle“, die Grundschule Aga in Gera mit dem Projekt „Gesund und fit ist das Lernen hier der Hit“ und der Camsin e. V. aus Weimar mit dem Projekt „Tiere
suchen Beschäftigung“.

Bis zur Preisverleihung wusste keiner der Vereine von seiner Auszeichnung. Entsprechend
groß war die Überraschung bei den Gewinnern. Auch im nächsten Jahr werden die Initiatoren den Kinder- und Jugendpreis Thüringen ausschreiben. Das Motto für 2014 stehe noch nicht fest. Aber man dürfe gespannt sein.

 


31.12.2012 – Salve TV

Am letzten Tag im alten Jahr drehte Frau Kurz vom regionalen Fernsehsender
salve.tv eine kleine Reportage über unseren Verein.

 


18.12.2012 – Thüringer Allgemeine

Heilsame Begegnungen mit Pferden seit fünf Jahren

Der Verein „Camsin“ wurde 2007 gegründet und bilanzierte jetzt seine bisherige therapeutische und pädagogische Arbeit. Weimar. Fünf Jahre ist es her, dass sich naturbegeisterte Menschen zusammentaten, um in Weimar den Verein „Camsin“ zu gründen. Sein Ziel ist seitdem erklärtermaßen „eine heilsame Begegnung“ zwischen Mensch, Tier und Natur.

In Nachbarschaft zur Marienhöhe fand man ein geeignetes Terrain, um tier- und naturgestützte Therapien und Programme anzubieten. Wertvolle Helfer sind dabei die Tiere des Vereins. „Sehr beliebt bei Kindern sind unser Hund Kisha, die Kaninchen und Meerschweinchen“, sagt die Agraringenieurin und Fachfrau für tiergestützte Therapie, Evelyn Franke. „Ein große Rolle spielen unsere fünf Pferde, die auch auf Erwachsene ihren Reiz ausüben.“
Wichtige Zielgruppe des Vereins sind Menschen mit Behinderung: Blinde und Gehörlose sowie Menschen mit psychischen Beschwerden. „Grundsätzlich bieten wir unsere Programme aber für alle Natur- und Tierbegeisterten an.“

In den vergangenen Sommer- und Herbstferien bot der Verein erstmalig eine mehrtägige Veranstaltung für Kinder und Jugendliche an, in der man einen Tierpass erwerben kann. Hier erlernen die Teilnehmer unmittelbar den Umgang mit Tieren. Sie üben, wie man sich in geeigneter Weise mit ihm beschäftigt, wie man es handhabt, pflegt und welches Futter man gibt.
Mit diesem Projekt möchte der Verein fördern, dass Kinder und Jugendliche mit ihren Familien im Vorfeld gut abwägen, ob sie sich ein Haustier anschaffen oder nicht. Der Tierpass soll im kommenden Jahr in den Ferien fortgeführt werden.
Auf den Namen „Camsin“ angesprochen, erläutert Evelyn Franke: „So hieß ein Pferd, das ich vor vielen Jahren betreuen durfte und das mir besonders ans Herz gewachsen war.“

Vereinschefin Heidrun Werner zufolge ist „das unmittelbare Erleben der Natur zu jeder Jahreszeit und bei jedem Wetter“ gerade für psychisch Kranke oder Sinnesbehinderte eine sehr positive Stimulation. „Die Pferde sind zudem aufmerksame und einfühlsame Begleiter.“
Zur finanziellen Unterstützung hat der Verein „Ameisenpatenschaften“ eingerichtet. Dabei können Weimarer Bürger regelmäßig einen kleinen Beitrag von 5, 10 oder 15 Euro für die Vereinsarbeit spenden.

„Ehrenamtliche Helfer sind auch willkommen“, rief Werner tier- und naturbegeisterte Weimarer zur Mitarbeit auf. Das Spendenkonto 600 12 83 93 hat der Verein bei der Sparkasse Mittelthüringen eingerichtet ( BLZ  820 51 000).